Operación Garrucha: Informe de CAPISE
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Nach Angaben von Subcomandante Marcos sind die zapatistischen Caracoles bedroht. Gegen sie läuft eine Aufstandsbekämpfungskampagne. Das Zentrum für politische Analyse und sozio-ökonomische Forschung (CAPISE in seiner spanischen Abkürzung) bestätigt diese Aussage. Das Zentrum hat über fünf Jahre die militärischen und paramilitärischen Aktionen auf zapatistischem Gebiet registriert und verweist darauf, dass es 56 dauerhafte Militärcamps gibt. Zudem konnte eine Ersetzung der Truppen durch Elite-Spezialeinheiten festgestellt werden. Außerdem sind derzeit 6 paramilitärische Gruppen mit ihren Verzweigungen aktiv.
Hauptziel dieser Strategie ist die Räumung der Caracoles, (die Hauptsitze) der fünf autonomen Regionen, die mit der föderalen und der chiapanekischen Regierung gebrochen haben. Sie wurden 2003 von der EZLN ins Leben gerufen und umfassen insgesamt 39 (autonome) Landkreise, in denen zehntausende Indígenas leben. Mit ihnen hat die EZLN eigene Formen des Regierens, der Rechtssprechung sowie Bildungs- und Gesundheitsprogramme geschaffen. Diese Programme haben die Lebensqualität der BewohnerInnen verbessert. CAPISE schätzt, dass derzeit 74 134 Hektar zapatistischen Lands von Räumung bedroht sind. Dabei handelt es sich um Land, das von seinen Besitzern nach dem Aufstand verlassen und von der EZLN enteignet wurde. Die Regierung verfolgt drei Handlungsstrategien: Besetzung der Ländereien durch Paramilitärs, Polizei oder Gegner der EZLN, Vertreibung auf rechtlichem Wege durch die Agrarbehörden und durch föderale Enteignungsdekrete, angeblich aus ökologischen Gründen.
Die EZLN hatte die Caracoles als Ausdruck des Protests gegen das vom Bundeskongress 2001 verabschiedete Indígena-Gesetz geschaffen. Dieses hat nichts mehr mit den Abkommen von San Andrés Larrainzar zu tun, einer Gesetzesinitiative, die sich für die indigene Autonomie aussprach und vom Kongress im selben Jahr verworfen wurde. Der Vorschlag der Abkommen von San Andrés wurde nach ausführlicher Diskussion zwischen der EZLN, Abgeordneten, Intellektuellen und indigenen AnführerInnen erarbeitet.
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